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Markus Stolzenburg

Warum ich anders arbeite als die meisten Berater.

Deutsche Unternehmen suchen seit Jahren Unternehmertypen. Mutige Köpfe, die Verantwortung übernehmen, Risiken eingehen und Dinge bewegen. In Stellenanzeigen, in Strategiepapieren, in Führungsleitlinien — überall steht es. Die Realität sieht anders aus. Diese Eigenschaften werden nicht gesucht, um sie zu fördern. Sie werden gesucht, um Verantwortung auszulagern.

Ich habe 15 Jahre in dieser Welt gearbeitet. Als Produktmanager, Bereichsleiter und Head of Digital. In Privatbanken, in Bildungseinrichtungen, im IT-Dienstleister einer Bankenvereinigung. Ich habe gesehen, wie das Muster funktioniert — und warum es eigentümergeführten Unternehmen einen strukturellen Vorteil gibt, den sie selten nutzen.

Drei Überzeugungen, die meine Arbeit tragen.

Diese Seite ist kein Lebenslauf. Mein CV steht auf LinkedIn. Hier geht es um das, was mich in 15 Jahren geprägt hat — und warum ich heute eigentümergeführte Unternehmen berate, statt mich in der nächsten Konzern-Karriere zu verlieren.

Mut wird in deutschen Unternehmen nicht belohnt.

Ich war Produktmanager beim Bank-Verlag, ohne Führungs- oder strategische Verantwortung. Ich hatte erkannt, dass sich das Marktfenster für Open Banking schließt — und dass niemand im Haus bereit war, das Risiko zu tragen. Mein direkter Vorgesetzter war dagegen. Ein anderer Bereichsleiter ebenfalls. Beide wollten sich nicht die Finger verbrennen.

Ich bin ohne Auftrag in die Geschäftsführungs-Etage gegangen und habe mir die Genehmigung für ein 600 TEUR Investment geholt. Das Projekt wurde umgesetzt. Über 20 Banken akquiriert. Drei Millionen Online-Kunden erreicht. Break Even in 12 Monaten. Millionen-Umsatz.

Meine Belohnung: ein Bonus, der meinen Aufwand nicht ansatzweise abbildete. Kein Team. Keine neue Position. Kein Mandat für das, was als Nächstes kommen sollte.

Diese Geschichte ist kein Einzelfall. Sie ist das Muster. Wer Risiken eingeht und gewinnt, wird nicht gefördert — der Erfolg wird absorbiert. Wer Risiken eingeht und verliert, trägt die Konsequenzen allein. In einer Welt, in der sich Märkte schneller verändern als Karriereleitern, ist das der strukturelle Grund, warum deutsche Unternehmen ihre besten Leute verlieren — und warum sie vergeblich nach "Unternehmerpersönlichkeiten" suchen.

"Einfach mal machen" ist eine Lüge, wenn die Kultur kein Scheitern erlaubt.

Geschäftsführer beschweren sich oft, dass ihre Mitarbeiter nicht genug Initiative zeigen. "Die müssten einfach mal machen" ist der Satz, den ich am häufigsten gehört habe. Meist begleitet von einem leicht genervten Blick Richtung Mittelmanagement.

Das Problem ist nicht, dass Mitarbeiter nicht wollen. In 15 Jahren habe ich vielleicht zwei oder drei Personen erlebt, bei denen ich sagen würde, dass sie keinen Bock hatten. Der Rest will sich absichern — und zwar aus gutem Grund. Sie wissen aus Erfahrung, dass "einfach mal machen" schnell zu "auf die Nase fallen" wird. Und dass sie es dann allein ausbaden müssen.

Der tödliche Satz ist: "Ich meinte mit 'einfach mal machen' schon, dass ihr es 'richtig' machen sollt." Ein einziges Mal gesagt — und jede Bereitschaft, in Zukunft wieder Initiative zu zeigen, ist weg. Für Jahre.

Mitarbeiter brauchen keine Motivationssprüche. Sie brauchen einen Safe Space. Entscheider, die den Rücken stärken, wenn etwas schiefgeht. Die den Blick nach vorne richten, nicht nach hinten. Das ist Führungsarbeit — und sie findet in den seltensten Unternehmen statt.

Wer Risiko und Entscheidung in einer Hand hat, führt anders.

Wer sein Unternehmen selbst verantwortet, kann in einem Meeting entscheiden, wofür ein Konzern drei Governance-Runden braucht. Er kann Mut belohnen, weil er das Geld dafür nicht erst rechtfertigen muss. Er kann Projekte stoppen, die nichts bringen, ohne dass sein Stuhl wackelt. Er kann Mitarbeiter schützen, die etwas riskiert haben — weil das Risiko am Ende sein eigenes ist.

Das ist kein Nostalgie-Argument. Es ist ein strukturelles: Wer Eigentum, Risiko und Entscheidung in einer Hand hat, kann anders führen als jemand, der nur eine Rolle im System ist. Konzerne haben diese Verbindung verloren. PE-getriebene Strukturen wollen sie nicht.

Aber der Vorteil ist kein Automatismus. Viele Unternehmer handeln wie Konzerne — mit Gremien, Abstimmungsschleifen, Beratern, die ihnen sagen, was sie tun sollen. Sie verschenken den strukturellen Vorsprung, den sie haben.

Meine Arbeit beginnt genau hier: Den Unternehmern, die ihr Unternehmen noch selbst verantworten, dabei zu helfen, ihren Vorteil zu nutzen. Mit Strategie, mit eigenen KI-Produkten als Beweis, dass es geht — und mit Klartext, wo andere höflich bleiben.

Was das für die Zusammenarbeit bedeutet.

Ich arbeite nicht mit Unternehmen, die eine PowerPoint wollen. Ich arbeite mit Menschen, die Verantwortung tragen — und die jemanden suchen, der sie ernst nimmt. Kein 20-Personen-Beraterteam, keine Sechs-Monats-Analyse-Phase, kein Schlussbericht im Schrank.

Stattdessen: Direkte Gespräche. Klare Entscheidungen. Messbare Ergebnisse. Und wenn etwas nicht funktioniert, sage ich es Ihnen, bevor es teuer wird.

Wenn das nach der Art Zusammenarbeit klingt, die Sie suchen — lassen Sie uns sprechen.

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